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Das afrikanische Buntbarsch-Aquarium

Afrikanische Buntbarsche stammen aus den Großen Seen im ostafrikanischen Grabenbruch. Die meisten Barsche, die Sie in unserem Geschäft finden, stammen aus dem Malawisee. Barsche sind bei uns sehr beliebte Zierfische, weil sie einfach zu halten sind und auch gut mit unserem Leitungswasser zurecht kommen, da sie ein „hartes“ Wasser und einen hohen PH-Wert (7,5–9) brauchen. Temperatur ca. 22-26 °C.

  • Afrikanische Buntbarsche

    Laut österreichischem Tierschutzgesetz kann man Malawi-Barsche schon ab 200 Liter Wasser halten, wir empfehlen Ihnen jedoch mindestens 350–400 Liter, wobei nach oben keine Grenzen gesetzt sind, da die meisten Barsche 10–20 cm und größer werden.
    Es gibt im Malawi-See zwei große Artengruppen – die Mbuna und die Non-Mbuna.
    Mbuna-Barsche leben zwischen den Steinen und fressen großteils Algen. Zu ihnen zählen zum Beispiel die Zebrabuntbarsche (Pseudotropheus).
    Die Non-Mbuna schwimmen frei im Wasser und präsentieren sich mehr (z.B. Aulonocara). Wenn man Mbuna und Non-Mbuna im Aquarium mischt, werden sich fast immer die Mbuna durchsetzen, da sie aggressiver und fortpflanzungsfreudiger sind als die Non-Mbuna. Es kann passieren, dass man nach ein paar Jahren nur noch orangene oder blaue Fische hat, da eine Art so dominiert. Bei den Non-Mbuna ist diese Gefahr geringer und man kann auch leichter Fische nachsetzen, da sie nicht so aggressiv sind.
    Grundsätzlich sollte man in ein Barsch-Aquarium immer mindestens 5 Fische nachbesetzen, da man die „Hackordnung“ durcheinanderbringt und sich nicht alle Fische auf nur einen Neuankömmling stürzen.
    Durch die besondere Fortpflanzungsform der Barsche bilden diese gerne ein Revier, das dann gegen alle verteidigt wird. Hat man nur wenige Barsche im Aquarium, kann es passieren, dass das dominante Pärchen in der Mitte des Aquariums wohnt und alle anderen Fische in den Ecken bleiben müssen. Deshalb empfehlen wir, ein Barschbecken immer ein bisschen zu „überbesetzen“. Dann ist es meist friedlicher.
    Fast alle Malawi-Barsche sind Maulbrüter, das heißt, die Weibchen nehmen die Eier ins Maul und brüten sie dort aus. Auch die Jungen bleiben noch einige Zeit im Maul der Mutter und werden nur „ausgespuckt“, wenn gerade keine Gefahr droht. Es gibt auch Barsche und Welse, die ihre Eier anderen Barschen unterjubeln, wie bei den Vögeln der Kuckuck. Das Männchen gräbt im Sand ein „Nest“, in das das Weibchen die Eier legt. Dann befruchtet das Männchen die Eier und das Weibchen nimmt sie ins Maul. Damit die Eier mit ausreichend Sperma befruchtet werden, haben die meisten Männchen an der Afterflosse Eiflecken, die das Weibchen ins Maul nehmen will und dadurch zusätzlich Sperma aufnimmt. Während sie die Eier im Maul ausbrütet, frisst das Weibchen nichts. Der Kehlsack wird immer größer und der Bauch immer dünner. Sind die Jungen geschlüpft und ist der Dottersack aufgebraucht, lässt die Mutter die Jungfische ins Freie. Bei Gefahr schwimmen sie aber immer wieder ins Maul der Mutter.

  • Die Einrichtung

    Da die Barsche ständig den Bodengrund umgraben und viele von ihnen Pflanzenfresser sind, sollte man sich bei der Dekoration eines Barschbeckens auf Steine und Wurzeln mit wenigen „harten“ Pflanzen beschränken. Durch den hohen pH-Wert und das harte Wasser halten die Pflanzen auch nicht so gut wie im tropischen Süßwasser.
    Aus Steinen wird eine Landschaft mit vielen Versteckmöglichkeiten aufgebaut. Diese wird direkt auf das Glas gestellt, nicht auf den Kies. Durch das Graben der Barsche könnten sonst Steine umfallen und das Aquarium beschädigen. Unter sehr große Steine kann man eine Kunststoffplatte unterlegen. Bei der Auswahl der Steine sind keine Grenzen gesetzt, da Barsche Kalkgestein lieben.
    Der Kies sollte nicht zu grob sein, da die Barsche sonst nicht graben können. Ideal ist eine Körnung zwischen 1–3 mm. Ist der Sand zu fein, „staubt“ es im Aquarium.
    Die Pflanzen nicht direkt in den Kies setzen, da sie sonst ausgegraben werden, sobald die Fische geschlechtsreif sind. Am besten eigenen sich Anubia und Javafarne, die man direkt auf die Steine pflanzt. Manche Barsche lassen aber auch einzelne Cryptocorynenarten, Crinum und Valisnerien in Ruhe. Diese werden dann mit Steinen geschützt.
    Mit einer Wurzel kann man die Steinlandschaft optisch gut auflockern. Verwenden Sie keine Wurzeln aus weichem Holz, da diese sehr stark färben und Huminsäure abgeben, die den pH-Wert senken. Ideal ist z.B. die rote Moorwurzel.

  • Die Technik

    Da man in diesen Aquarien sehr viele Fische hält, ist ein großer Außenfilter oder ein Filterbecken sehr zu empfehlen. Auch eine zusätzliche Strömungspumpe mit Schwamm wird eingebaut, um eine ausreichende Wasserbewegung zu gewährleisten und einen Großteil des Schmutzes gleich abzufangen. Der Schwamm der Strömungspumpe muss mindestens 14-tägig gewaschen werden. Am besten nicht unter der Leitung, sondern im Wasser aus dem Aquarium, um die Biologie im Schwamm zu erhalten. Auch das Filtermaterial im Außenfilter und im Filterbecken sind im Altwasser zu waschen.
    Da die Barsche gut mit unserem Leitungswasser zurechtkommen, eignet sich dieses Aquarium gut für einen automatischen Wasserwechsel. Dazu braucht man einen Wasser- und Kanalanschluss und ein Filterbecken. Mittels Magnetventil und Zeitschaltuhr wird täglich so viel Wasser ins Becken gelassen, dass einmal monatlich der gesamte Beckeninhalt gewechselt wird.
    Der Heizstab sollte auf ca. 23–25 °C eingestellt werden.
    Ein UV-Filter stabilisiert die Wasserqualität und sorgt für die Gesundheit der Fische, ist aber kein Muss.

  • Das Wasser im afrikanischen Barschbecken

    Afrikanische Buntbarsche bevorzugen ein hartes Wasser mit einem hohen pH-Wert. Hat man ein weiches Leitungswasser, helfen kalkhaltiger Kies und Gestein. Auch ein Aufhärtepulver für das Wasser haben wir für Sie.
    Ist das Wasser zu weich, kann man das gut am Verhalten der Fische erkennen: Sie scheuern sich an den Einrichtungsgegenständen und am Kies.

  • Die Fische im Aquarium

    Da Barsche doch recht groß sind und man gleich viele Exemplare auf einmal einsetzen sollte, ist es unbedingt notwendig, das Aquarium ausreichend lange Zeit einlaufen zu lassen. Mindestens zwei Wochen, dann können ein paar Putzerfische einziehen. Mit den Barschen sollte man aber drei bis vier Wochen warten. Der Nitritwert muss vor dem Einsetzen unbedingt kontrolliert werden, da Barsche sehr sauerstoffliebend sind und Nitrit verhindert, dass das Blut Sauerstoff transportieren kann.
    Wir empfehlen den Kauf von Non-Mbuna-Barschen, da man mit diesen auf Dauer ein bunteres Aquarium hat als mit Mbuna.
    Bei der Auswahl der Tiere unbedingt auf die Beckengröße achten, da einzelne Sorten über 30 cm groß werden können. Auch sollte man nicht zu viele Barsche in der gleichen Farbe ins Becken geben, da meist ein Männchen das dominante Tier ist und in z.B. schönstem Blau strahlt, während die anderen blauen Fische eher dunkel sind, da sie sich unterordnen müssen.
    Durch die vielen angebotenen Zuchtformen gibt es Barsche in fast allen Farben, um das Aquarium bunt strahlen zu lassen.
    Barsche sind ruppige Fische und es besteht eine strenge Hierarchie. Dadurch kann es auch vorkommen, das schwache Fische sich absondern und in eine dunklen Ecke Schutz suchen. Darum ist es wichtig, Versteckmöglichkeiten anzubieten, genügend Fische im Aquarium können da Abhilfe schaffen.
    Haben Sie das Gefühl, dass die Barsche krank sein könnten, machen Sie bitte Fotos und kommen Sie damit und mit einer Wasserprobe zu uns ins Geschäft – wir helfen gerne.

  • Fütterung

    Sind die Barsche noch jung und klein, kann man zweimal täglich mit Flocken und Granulat füttern. Größere Fische kommen mit einer Fütterung täglich mit Barschsticks oder Kugerln aus. Das Futter sollte in ca. einer Minute gefressen werden.
    Wir bieten viele verschiedene Futtersorten an.
    Bitte beachten Sie, dass manche Barscharten keine Mückenlarven vertragen.

  • Pflege

    Je nach Größe und Besatzdichte können Häufigkeit und Menge des Wasserwechsels stark variieren.
    Grundsätzlich empfehlen wir einen 14-tägigen Wasserwechsel von etwa 25 %, sollte man keinen automatischen Wasserwechsel eingebaut haben. Dabei gleich den Kies mittels einer Mulmglocke reinigen.
    Den Schwamm der Strömungspumpe bei jedem Wasserwechsel im Altwasser durchwaschen (am besten gleich 2 Kübel ablassen – im 1. vorwaschen, im 2. nachwaschen). Der Außenfilter wird gereinigt, wenn er von der Leistung her deutlich nachlässt. Das Filtermaterial im Außenfilter unbedingt in Altwasser waschen! Watte oder feines Vlies austauschen.
    Einmal monatlich den Nitratwert kontrollieren (soll unter 100 sein, je niedriger desto besser). Ist dieser zu hoch – weniger füttern, öfter Wasser wechseln.
    Benötigtes Zubehör: Magnet zur Scheibenreinigung, Mulmglocke, 2 Kübel, in die nie ein Putzmittel gelangen darf!

Wir beraten Sie bei

Planung und Aufstellung,
Einrichtung, Gestaltung und Pflege,
Pflanzen, Garnelen, Krebse und Fische im Süßwasseraquarium.

Sollten Probleme auftreten (Algen, kranke Fische, etc.), bringen Sie bitte immer eine Wasserprobe (mindestens 250 ml) und auch ein Foto mit.

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