Einrichtung
Für die Dekoration ist kalkhaltiges Gestein besonders geeignet. Dieses darf nicht auf den Kies gestellt werden - wenn die Barsche graben kann der Steinaufbau sonst umfallen. Zur Auflockerung kann man auch Wurzeln hinzugeben, hier eignen sich rote Moorwuzeln besonders, da sie kaum Huminstoffe ans Wasser abgeben und nicht färben.
Es gibt nur wenige Plfanzen die von den Barschen nicht gefressen werden. Aufsetzerpflanzen wie Anubia und Javafarn eignen sich besonders gut, da sie in den Steinen sitzen und nicht von den Barschen ausgegraben werden können. Auch manche Cryptocorynenarten, Crinum und Valisnerien werden kaum gefressen.
Als Bodengrund sollte ein nicht zu grober Kies (1-3mm) gewählt werden, damit die Barsche graben können. Zu feiner Sand lässt sich schwer reinigen.
Technik
Wichtig ist ein großes Filtersystem. Am besten eignen sich Außenfilter oder Filterbecken.
Auch für genügend Strömung muss gesorgt werden - ein zusätzlicher Innenfilter bringt mehr Wasserbewegung und fängt den gröbsten Schmutz auf.
Wenn Kanal- und Wasseranschluss in der Nähe sind, ist bei einem Filterbecken der Einbau eines automatischen Wasserwechsels möglich.
Ein Heizstab oder Lüfter im Sommer, sorgen für die richtige Temperatur.
8 bis max. 12 Stunden pro Tag sollte die Beleuchtung eingeschaltet werden.
Ein zusätzlicher UV-Klärer sorgt für weniger Krankheitserreger im Wasser und entfernt Trübstoffe.
Temperatur: 23-27°C
NO2 - Nitrit: darf nicht nachweisbar sein
NO3 - Nitrat: unter 100mg/l
PH-Wert: 7,5 bis 8,3
KH - Karbonathärte: 10 bis 18
Fischbesatz
Afrikanische Buntbarsche leben in den Großen Seen im ostafrikanischen Grabenbruch. Die meisten Barsche, die Sie in unserem Geschäft finden, stammen aus dem Malawisee.
Laut österreichischem Tierschutzgesetz kann man Malawi-Barsche schon ab 200 Liter Wasser halten, wir empfehlen Ihnen jedoch mindestens 350 Liter, da die Barsche recht groß werden.
Es gibt im Malawi-See zwei große Artengruppen – die Mbuna und die Non-Mbuna. Bei uns finden Sie hauptsächlich Non-Mbuna, da sie friedlicher sind und sich nicht so stark vermehren.
Frühestens nach 3 Wochen Einlaufphase und Kontrolle der Wasserwerte dürfen die ersten Tiere einziehen. Der Besatz sollte auf 2 Etappen passieren.
Um ein möglichst friedliches Aquarium zu haben, darf der Besatz nicht zu gering sein, ansonsten kommt es zu dominanten Tieren die das halbe Aquarium nur für sich beanspruchen. Da Barsche sehr revierbildend sind ist es wichtig immer in Gruppen und möglichst bunt nachzusetzen, sonst kann es zu starken revierkämpfen kommen.
Fiederbart- und Kuckukswelse eignen sich gut für Barschbecken. Auch Putzerfische wie Panaque sp. Bruno oder Antennenwelse können mit diesen Fischen vergesellschaftet werden.
Pflege
Täglich:
- Fütterung - Barsche sollen ca. 1 Minute fressen, es darf nichts am Boden landen!
- Kontrolle der Strömung.
- Verhalten der Tiere beobachten - Krankheiten erkennen.
Wöchentlich:
- Scheiben von Algen befreien mittels Algenmagnet oder Klingenschaber.
14-tägig:
- Schwamm vom Innenfilter im alten Aquariumwasser auswaschen.
- Wasserwechseln von ca. 25% - dabei den Boden mittels Mulmglocke absaugen.
- Bei Filterbecken die Watte tauschen.
- Kontrolle der Wasserwerte (NO3).
Nach Bedarf (meist halbjährlich):
- Reinigung des Außenfilters oder Filterbeckens - Filtermaterial unbedingt im Altwasser waschen!
- Einen Teil der Filtermaterialien erneuern.
Jährlich: